Anton Sumit, unser Bootsführer, ist eigentlich Koch und war viele Jahre in Kuwait in erstklassigen Hotels beschäftigt. Nachdem er uns hiervon berichtet hat, entstand die Idee, statt abends in unserem Hotel zu essen, gemeinsam mit Anton Sumit ein Dinner in seiner Küche zu gestalten. Da haben wir gleich zwei fliegen mit einer Klappe geschlagen: Flo's Leidenschaft fürs Kochen asiatischer Gerichte wurde befriedigt und Ivan und ich haben ein vorzügliches singhalesisches Dinner bekommen. Und wie Koch und Köchin glaubhaft versicherten, haben beide voneinander lernen können.

 

Ohne meine Expertise ging natürlich nix!

 

Es gibt viele Tempel in und um Colombo herum. Einer steht aber ganz oben auf der Besichtigungsliste. Der Gangaramaya Tempel ist der bekannteste und wohl auch komplexeste buddhistische Tempel in Colombo. Zu diesem Tempel gehört auch die in direkter Nachbarschaft gelegene Seemamalakaya, eine Versammlungshalle für Mönche in der Mitte des Beira Sees. Ein ruhiger Rückzugsort von der pulsierenden und lärmenden Großstadt

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Im Gangaramaya Tempel gibt es eine interessante Skulpturensammlung. In Borobudur, Indonesien, gibt es den größten buddhistischen Tempel weltweit. Im Gangaramaya wurde eine Imitation dieser südost-asiatischen Architektur nachgebaut und zeigt indonesische Buddhas und Stupas auf Stufen sitzend.

  

 

Auch die katholischen Kirchenhäuser sind sehr prunkvoll.

 

 

Am Tag nach Neujahr geht es in den Norden nach Jaffna. Es sind gut 400 km, um das buddhistische Sri Lanka zu verlassen und in die Tamilenmetropole zu gelangen.

Highways sind immerhin recht gut ausgebaute zweispurige Straßen. Der Verkehr verläuft erstaunlicherweise recht diszipliniert. Die Verkehrsregeln werden eingehalten, das gilt insbesondere für Überholverbote. Da überholt tatsächlich keiner. Allerdings wenn kein Überholverbot besteht, führen einige Manöver entgegenkommender Fahrzeuge doch dazu, mal kurz den Atem anzuhalten. Das hat auch damit zu tun, dass die erlaubte Höchstgeschwindigkeit grundsätzlich nicht überschritten wird. Einfach mal Gas geben, damit man vorbei kommt, gehört nicht zum Standardrepertoire, da verläßt man sich eher darauf, dass der Entgegenkommer bremst.

 

 

Vor kreuzenden Elefanten wurde häufig gewarnt - gesehen haben wir keine. Aber an und auf der Straße liegende oder die Straße kreuzende Hunde wohl tausende. Wildlebende Hunde sind eine rechte Plage. Es gibt keine staatlichen oder privaten Programme, die nachhaltig durch Sterilisation oder Kastration dieses Problem angehen würden. Und Buddhisten und Hindus würden nicht auf die Idee kommen, das Problem durch töten dieser Lebewesen zu lösen. Erstaunlich ist, dass wir auf der gesamten Fahrt nur einen einzigen überfahrenen Hund erblickt haben. Ein Zeichen dafür, dass Autofahrer, bis vielleicht auf Fahrer der Überlandbusse, Rücksicht nehmen und die Hunde gelernt haben, Autos als gefährlich einzuschätzen. Sie weichen auch zurück, wenn es droht, eng zu werden. Ganz anders als Kühe und Esel. Die laufen unbeirrt weiter, auch mitten auf der Straße. Aber da wird sich jeder überlegen, ob er sich mit diesen Verkehrsteilnehmern anlegt.

Zwei Dinge fielen auf der Fahrt noch auf: Windparks und riesengroße Werbebanner.