Tirasberge - Namtib Desert Lodge 6. und 7. Mai 2017

Nur 120 km sind es heute an den Rand der Namibwüste zur Namtib Desert Lodge. Allerdings Sandpiste und Schotter. Die Lodge liegt in einem 16.000 (in Worten sechzehntausend) Hektar großen Biosphärenreservat. Wenngleich privat und nicht offiziell UNESCO, ist die Farmerfamilie bemüht, nachhaltige Viehzucht zu betreiben und die Artenvielfalt im Reservat zu erhalten. Bei der Kargheit der Landschaft und der Tatsache, dass es seit fünf Jahren kaum nennenswerten Niederschlag gegeben hat, eine sehr herausfordernde Aufgabe. Überschaubarer Tourismus ist mittlerweile eine tragende Säule des Namtib Desert Lodge-Geschäftsmodell.

  

 

Die Landschaft um die Lodge herum ist sehr beeindruckend, hügelig an der einen Seite, unendliche Steppe und Sandwüste an der anderen. Zum Fotografieren benötigen wir aber ein interessantes Model. Wir haben uns deshalb Bäume und Steinbrocken gesucht.

 

 

Vor lauter Stein ist kein Wald mehr zu finden.

 

 

Sossusvlei - Desert Quiver Camp 8. und 9. Mai 2017

280 km Schotterpiste trennen uns vom Namib-Naukluft-Nationalpark mit dem Sossusvlei und dem Deadvlei, spektakuläre Dünenlandschaften und Salzpfannen. Es verspricht sehr spannend zu werden, aber erst einmal müssen die ca. 5 Stunden auf der Piste überstanden werden. Ein kleines Abenteuer, wie sich zeigen wird.

Dabei wünschte uns die Farmsau Tilda noch gute Fahrt!

 

 

Der lag wohl schon etwas länger dort.

 

 

Schotterpisten sind ja nicht nur für uns Passagiere etwas nervig, sondern insbesondere auch für das Fahrzeug. Und so kam es, dass unser Fahrzeug nicht mehr wollte. Es begann mit einem Rumpeln und der Gedanke, wir haben eine Reifenpanne, lag nah. Reifenpanne wäre einfach - aber es war die Kardanwelle. Eine Lagerschale hat sich selbständig gemacht. So standen wir bei gefühlten 40 Grad in der Sonne im Nirgendwo, 15 km von der nächsten Straßenkreuzung in der einen Richtung entfernt, 20 km zur nächsten Farm in der anderen Richtung. Handynetz? Fehlanzeige.

 

 

Die verlorengegangene Lagerschale haben wir gefunden. Fehlen nur noch zwei Schrauben und Muttern. Wir geben unser Bestes und suchen.

 

 

Nach etwa einer halben Stunde kam das erste Auto vorbei, hielt an, konnte aber nicht helfen. Die beiden nächsten Fahrzeuge ebenfalls. Hatten es irgendwie alle eilig. Ohne anzuhalten vorbeigefahren sind zwei Fahrzeuge aus Deutschland. Denen hatte man wohl eingeimpft, niemals auf offener Strecke anzuhalten. Gefährlich! Gehalten und geholfen hat letztendlich ein schweizer Ehepaar, die unseren Guide erst 15 km in die eine Richtung gefahren haben und da keine Werkstadt oder ähnliches auffindbar war, auch die 20 km in die andere Richtung zu einer einsam gelegenen Farm. Dort wartete unser Helfer in der Not. Jan!

 

 

Und dann kam Jan mit seinem roten Dünenflitzer, 78 Jahre alt und zwei künstliche Hüftgelenke, wie er uns mitteilte. Hat ihn nicht abgehalten, sich unters Fahrzeug zu quälen. Nur beim Aufstehen mussten wir ihm helfen. Geld als Dankeschön für seine Mühe? Um Gottes Willen, er war glücklich, jemanden aus der Patsche helfen zu können. Jan war übrigens gebürtiger Holländer und Mechaniker. In seinem Buggy fand sich alles, was der Kfz-Bastler in der Wüste benötigt. Fast wie beim ADAC.

 

Weiter mit:   Sossusvlei und Deadvlei