Der Ngorongoro Krater liegt am Rande der Serengeti und ist durch den Zusammenbruch eines Vulkanberges entstanden. Er ist  seit 1951 Teil des Nationalparks Serengeti. Um den Krater herum wurde die Ngorongoro Conservation Area eingerichtet, in der auch Massai ansiedelnn und Weidewirtschaft betreiben dürfen. Obwohl der Krater im Durchmesser nur etwa 20 km beträgt, halten sich regelmäßig mehr als 25.000 "Großsäuger" in dem Gebiet auf. Der Krater beherbergt die größte Raubtierdichte Afrikas. Erwähnt sei noch, dass am Rande des Krater Bernhard Grzimek und sein Sohn Michael beerdigt sind.

Am nächsten morgen, gleich nach dem Frühstück geht es in die legendäre Serengeti. Über 30.000 qkm dehnt sich dieses Gebiet aus, der Serengeti Nationalpark allein misst etwa 14.000 qkm. Riesige Herden von Steppenzebras, Gnus, Antilopen, Gazellen und Afrikanische Büffel durchziehen die Serengeti und folgen auf ihren ausgedehnten Wanderungen den saisonalen Wasserquellen. Allein der Bestand an Gnus soll sich auf etwas 1,5 Millionen Tiere beziffern. Über 3.000 Löwen begleiten diese Herden. Die Anzahl der Elefanten liegt heute wieder bei etwas 2.100 Tieren, nachdem in den 70er und 80er Jahren der Bestand durch Wilderei und der Jagd nach Elfenbein dramatisch unter 300 Tiere gesunken war. Und die gute Meldung für unsere heimlichen Vogelfreunde war: es gibt über 500 verschiedene Vogelarten in der Serengeti.

Für den Aufenthalt im Serengeti Nationalpark war wiederum Campsite geplant, naturnah und dicht am Geschehen. 

Auch wenn das Leben auf der Campsite doch recht eingeschränkt ist und der Wunsch nach dem Komfort einer Lodge von Tag zu Tag dringender wird, ging die Zeit im Serengeti-Nationalpark viel zu schnell vorbei. Unvorstellbar die Intensität der Eindrücke, die wir mitnehmen. Nicht nur die Nationalparks mit der vielfältigen Tierwelt waren beeindruckend, auch unsere Fahrten über Land zu den Nationalparks und Lodges haben uns zumindest einen oberflächlichen Eindruck von den Lebensumständen der Menschen geboten.

Jetzt geht es zurück nach Arusha ins Farmhouse Rivertrees. Morgen werden Uli und Manfred nach Deutschland zurück fliegen, Ingrid, Benny und ich werden die Reise fortsetzen zum Gorillatrekking  in Ruanda.