Heute steht wieder eine etwas längere Fahrt auf dem Plan. Es geht nach Sigiriya, etwa 250 km weit südlich. Keine halbe Stunde entfernt von dort ist die Felsenfestung Sigiriya. Auf dem gut 200 mtr hohen Monolith befinden sich die Ruinen einer Felsenfestung, die von Kassapa I. 473 n. Chr. erbaut wurde. Es ging um Königsmord, Thronraub und die Rückeroberung des Thrones. Kassapa I. hat aus Angst vor der Rache seines Bruders die Festung errichtet, inklusive ausladender Gemächer für seine 500 (!) Konkubinen samt Lustgärten und Wasserspielen. Das Plateau des Monolithen erreicht man über etwa 1.900 Stufen, heutzutage für die nicht endenden Touristenströme über einigermaßen kommode Treppen. Wie der Bau der Festung und die Versorgung des Königs mit seinem Gefolge vor mehr als 1.500 Jahren bewerkstelligt wurde, bleibt mir ein Rätsel.  

 

Eine wichtige Sehenswürdigkeit des Sigiriya-Felsens sind die "Wolkenmädchen". Die Wände des Felsens waren sorgfältig verputzt und ursprünglich mit über 500 Fresken verziert. Sie zeigen bildhübsche Mädchen, so hübsch, dass das Fotografieren strengstens verboten ist. Etwa zwanzig von diesen Wolkenmädchenbildern sind noch erhalten. 

 

 

Die Löwentreppe, ein Plateau auf etwa halber Strecke

 

 

Offensichtlich Treppenstufen der Originaltreppen, gehauen in den Fels.

 

 

Reste der Festung und der imposante Blick von oben

 

 

Statt Krummschwert bewaffneter Wachen übernehmen heute Tempelaffen den Wachdienst.

 

 

Den Sigiriya-Felsen besteigt man am Sinnvollsten früh morgens, 1.860 Stufen rauf. 1.860 Stufen runter macht man besser nicht in der Mittagssonne. Deshalb war nachmittags Zeit für eine Jeep-Safari in den Minneriya National Park. Angeblich gibt es Leoparden, aber nicht für uns, leider. 

Nach dem Check-in musste erstmal eine Wasserdurchfahrt getestet werden.

 

 

Der Nationalpark ist nicht gerade spektakular, aber wir konnten eine interessante Beobachtung machen: tausende Kormorane sind zu einem See gezogen, um sich dort niederzulassen. Auch wenn die Fotos das nicht widerspiegeln, der Himmel war teilweise schwarz.

Ansonsten rangelnde Elefantenjünglinge und Vögel, wenngleich bunt, dann doch nur ziemlich gewöhnlich.

 

 

Die Programmpunkte, die Ivan für uns organisiert hat, kamen Schlag auf Schlag. Als nächstes stand ein Ausflug der besonderen Art an. Zuerst eine Kutschfahrt mit einem Ochsengespann zu einem See, dann eine Paddeltour auf diesem See und anschließend eine Kochvorführung in einer typischen Hütte der srilankischen Landbevölkerung. Reispfannkuchen zubereiten und zum Schluss ein regendichtes Blätterdach flechten. Ich bin jetzt für alles gerüstet.

 

 

Weiter mit:   Kandy I