Timisoara oder Temeschburg war der erste Stopp in Rumänien. Wir haben uns zwei Tage Zeit genommen, die Stadt oder zumindest das Zentrum von Timisoara zu erkunden. Mit ca. 320.000 Einwohnern ist sie zweitgrößte Stadt nach Bukarest und entsprechend umtriebig geht es dort zu. Timisoara ist Universitätsstadt und kulturelles Zentrum des  Banat. Die Gebäude im Zentrum erinnern an Städte der ehemaligen k.u.k.-Monarchie. Um1900 herum werden sie in voller Pracht gestanden haben und strahlen noch heute den Charme dieser vergangen Zeit aus. Wenngleich die Bausubstanz zwischenzeitlich sehr gelitten hat. Es wird an vielen Stellen renoviert, vermutlich nicht immer zum Vorteil der Bewohner. Der Mechanismus ist wahrscheinlich überall gleich: entmieten, sanieren, teuer wiedervermieten bzw. verkaufen. 

Fotografisch sind Bauruinen interessanter als Neubauten. Es soll deshalb jedoch nicht der Eindruck entstehen, die Städte bestünden nur aus maroder Bausubstanz. Ganz im Gegenteil. Aber vielleicht fühlt sich meine Kamera zu allem Morbiden mehr hingezogen als zu der heilen Welt nach dem Baugerüst.



Hier wird saniert und renoviert, früher oder später.




Die Catedrala Mitropolitana, auch zur blauen Stunde.




Straßenleben und Obstmarkt