Weiter ging es von Timisoara nach Sibiu. Auf der Fahrt dorthin sind wir auf ein Gartenhäusl ganz besonderer Art gestoßen:

Vor Sibiu haben wir noch einen Abstecher nach Alba Iulia gemacht, um uns die Festung mit der legendären Vereinigungskathedrale anzusehen. Ein imposantes Bauwerk und bedeutendstes Exponat der Militärarchitektur in Rumänien. Baubeginn war 1714 und komplette Fertigstellung erst Ende des gleichen Jahrhunderts. 


Sibiu oder Hermannstadt hat etwa 150.000 Einwohner, einen internationalen Flugplatz, sogar mit Direktflügen nach München und hat eine mittlerweile grundlegend sanierte und renovierte Altstadt. Darin lässt sich herrlich bummeln, da kein Auto das Schlendern stört. Nichts ist richtig aufregend, aber die Ruhe und gediegene Gelassenheit auf den großen Plätzen insbesondere der Oberstadt ist zumindest anregend. Nette Cafés, ein paar Galerien und Museen (Nationalmuseum Brukenthal) und eine evangelische Kirche, von deren Glockenturm man einen imposanten Blick auf die Dächerwelt von Sibiu hat. zwei Tage haben uns gereicht, um einfach mal die Zeit gemächlich verstreichen zu lassen.

Um es kurz zu machen, von der nächsten Station Sighisoara habe ich gar nichts und von der folgenden Station Brasov habe ich nur bedingt etwas mitbekommen. Ein ziemlich gemeiner Virus hat mich zwei Tage komplett und zwei Tage überwiegend aus dem Verkehr gezogen. 39° Fiber mit Schüttelfrost und sonstigen "Beschwerden" machen sich nicht so gut für einen Stadtbummel. Aber Dank Paracetamol, Propolis, Coca Cola und einigen Hühnersuppen ging es dann doch recht schnell wieder.

So blieb mir ein Tag in Brasov, auf deutsch als Kronstadt bekannt, den wir überwiegend mit einer Gondelfahrt auf die Tampa oder Hohe Zinne, ein fast 1.000 mtr. hoher Ausläufer der Südkarpaten, verbracht haben. Von dort oben hat man einen sehr guten Ausblick auf Brasov und das hügelige Umland. Anschließend gab es nach einem Bummel durch die touristisch geprägte Altstadt wieder eine herrliche Hühnersuppe!