Kap der Guten Hoffnung und Garden Route

 

Die Fahrt zum "Cape of Good Hope" führte uns entlang der Westküste südwärts. Schöne Strände, klares Meer, aber Haie! Und die Wasser-temperatur mit 17° war auch nicht gerade einladend.

 

So einem netten Kunsthandwerker haben wir gerne etwas abgekauft.

 

 

Der Blick vom Kapleuchtturm ist schon beeindruckend schön. Nichts deutete an diesem Tag darauf hin, wie ungemütlich es dort für Schiffe bei der Kapumrundung werden kann.

 

Nach dem Kap der Guten Hoffnung ging die Reise weiter in das Zentrum des südafrikanischen Weinanbaus: Stellenbosch. Zuvor haben wir aber noch einen Stopp in Simons Town gemacht. Am Boulders Beach gibt es die größte Pinguinkolonie Afrikas. Hier leben etwa 2.300 afrikanische Pinguine. Ein Touristenmagnet für diejenigen, für die der Weg nach Patagonien oder die Antarktis zu weit ist. Putzige Tierchen, keine Frage, aber für mich gehören Pinguine aufs Eis, nicht auf Sand.

 

 

Südafrikanischer Wein ist nicht jedermanns Sache.Die Trauben bekommen schon recht viel Sonne und sind entsprechend dicht. Insbesondere der Pinotage, eine Rebsorte, die 1924 an der Universität Stellenbosch neu gezüchtet wurde, ist typisch für südafrikanisches Terroir. Ich mag durchaus südafrikanischen Wein, allein die Namen der Weinkeller: Kanonkop, Buitenverwachting, Beyerskloof, sogar Jacobsdal. Um sich in den riesigen Weinanbaugebieten um Stellenbosch und Umgebung durchzugestutieren bräuchte man Monate, wenn nicht Jahre. Wir haben es bei einer Weinprobe belassen und haben Zevenwacht Vineyard besucht. Ich habe bedauert, dass wir mit dem Flugzeug in Afrika sind und nicht mit einem Containerfrachter!

 

 

Stellenbosch ist ein gemütliches und aufgeräumtes Städtchen mit etwa 20.000 Einwohnern. Bekannt durch die Universität Stellenbosch, eine der führenden Universitäten in Südafrika und eben hochwertige Weine. Vermutlich jeder, der Kapstadt besucht, wird auch nach Stellenbosch fahren. Entsprechend üppig ist die Region mit Hotels, Guest Houses und Restaurants bestückt. Sehenswürdig sind die vielen gut erhaltenen Häuser der Innenstadt von Stellenbosch, die im kapholländischen Stil erbaut wurden. Die ganze Innenstadt scheint Museum zu sein und hin und wieder kann man noch Frauen in ihren traditionellen, historischen Kostümen bewundern.

 

 

Somit ging dann der Aufenthalt in und um Kapstadt zu Ende. Kapstadt ist eine interessante Stadt, die Gelassenheit, Coolness und Ausstrahlung der Menschen erzeugen ein ganz eigenes, ansteckend positives Lebensgefühl. Es ist schon klar, dass dies nur im kleinsten Teil Kapstadts so sein wird. Die sozialen Probleme und Spannungen bleiben ja verborgen, sofern man die "Touristenghettos" nicht verlässt. Um das wirkliche Kapstadt zu erleben, insbesondere zu überleben, bräuchte man vermutlich persönliche Kontakte vor Ort. Kapstadt ist interessant und einzigartig, sicherlich, und ich könnte mir vorstellen, wiederzukommen. Möchte ich dort leben? Eher nicht, deshalb verstehe ich nicht so ganz den Hype, der um Kapstadt gelegentlich gemacht wird. Vielleicht fehlt mir dann doch die Offenheit und Lässigkeit. Gefühlt liegt mir New York etwas näher.

Auf geht's nach Windhoek, Landschaft, keine Tiere!

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