Die Vic Falls führen im September nicht mehr die Wassermassen, wie zu Beginn eines Jahres. In diesem Jahr war es überhaupt ungewöhnlich wenig Wasser, das den Sambesi runter geschossen ist. Hat aber den Vorteil, dass die Nebel- oder Dunstwolke nicht so riesig ist und somit den Blick auf das Flussbett und die Felsen besser freigibt. Wir sind früh morgens, also bereits vor Sonnenaufgang, zu den Vic Falls gefahren. Soll sehr spektakulär sein. Leider war es so diesig, dass wir den Sonnenaufgang nur vermuten konnten.

Dennoch, ein Hauch von Regenbogen in der Dunstwolke konnten wir einfangen.

 

Sie sind schon gewaltig, die Wasserfälle. Leider hatten wir den Wind von der falschen Seite, d. h. er blies uns den Wasserdampf ins Gesicht und vor die Kameralinse.

Jürgen, Uli und ich haben uns deshalb kurzerhand entschlossen, einen Hubschrauberrundflug zu buchen, der am späten Nachmittag stattfinden sollte. Die Sicht war mäßig über Victoria Falls und rechtzeitig auf dem Weg zum Heliport fing es an zu regnen. Super, wir haben ja seit mehr als zwei Wochen keinen Regen gehabt. Der Rasen freut sich.


Aber kaum hatten wir abgehoben, hörte es auf zu regnen mit der erfreulichen Folge, dass die Luft deutlich klarer war als zuvor.

Als dann dieses Ungetüm auf uns zu kam, haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Die Zeit war eh um, 15 Minuten dauert der Flug normalerweise und der Pilot hatte schon fast zehn Minuten überzogen. Uli hat es gefreut.

 

Und so geht eine wunderbare, erlebnisreiche und eindrucksvolle Reise zu Ende. Wir haben wirklich viel erlebt in diesen zwei Wochen. Fotografisch war es eine sehr ergiebige Safari. Ich habe neben dem Fotografieren auch viel gefilmt und hoffe, die bearbeiteten Videos bald hier auch einstellen zu können - wenn ich genau weiß, wie es geht. Wir haben sehr viel Spaß zusammen und insbesondere in unserer "Kleingruppe" gehabt und eine zumindest vage Vereinbarung ist, dass es nicht die letzte gemeinsame Reise sein soll. Es waren anstrengende Tage, aber mit einem enormen Erholungseffekt. Den letzten Abend haben wir im "Boma Restaurant" verbracht, mit typisch afrikanischer Küche. Zugegeben, etwas touristisch, denn etwa 200 Gäste aus aller Herren Länder haben gemeinsam gegessen, getrommelt, getanzt und einfach ausgelassene Freude gehabt. Die Musiker und Tänzer haben es auf erstaunliche, aber unaufdringliche Weise geschafft, das ganze Publikum mitzunehmen. Es war ein Gewoge, wie man es nur aus Berliner Techno Discos kennt. Ein schöner Abschlussabend, de lange in Erinnerung bleiben wird.