Chobe Nationalpark, 28.09. - 30.09.2015


Gegen späten Nachmittag erreichen wir den Chobe Nationalpark und die Kubu Lodge, unsere Unterkunft für die nächsten drei Nächte. Es ist eine sehr gepflegte Lodge mit sehr komfortablen Bungalows im Landesstil. Direkt am Chobe-River gelegen und dennoch keine Mückenplage. Sehr angenehm. Allerdings lässt sich nicht ausschließen, dass doch die eine oder andere Stechmücke sehr heimtückisch ihr naturgegebenens Werk vollenden könnte. Deshalb trage ich abends natürlich lange Hose, Socken und ein langärmliges Hemd und schmiere mir etwas von dem stinkenden Mückenschutz auf die unbedeckten Körperteile. Auf eine Malariaprophylaxe habe ich verzichtet. Habe aber Malaria-Schnell-Tests mitgenommen. Sollte man einen verdächtigen Stich abbekommen haben, lässt sich angeblich mit einem kleinen Tropfen Blut erkennen, ob man infiziert wurde oder nicht und kann dann eine Stand-by-Not-Selbstbehandlung machen. Das ist nicht so kompliziert, wie das Wortungetüm ahnen lässt. Ein Selbsttest nach Ende der Reise hat ergeben: keine Malaria!

Einen Wecker hab ich übrigens nicht gebraucht, weil das Geplapper dieser beiden Nachtwächter auf meiner Terrasse mich geweckt hat, sobald es auch nur etwas heller wurde. 

 

Für den Aufenthalt im Chobe Nationalpark war eine interessante Tagesaufteilung geplant. Vormittags waren wir mit den Landis unterwegs und nachmittags haben wir mit einem Boot auf dem Chobe-River unsere Fotosafaris gemacht. Diese Boote sind speziell für Fotografen konzipiert, sehr flach, um eine sehr tiefe Fotoperspektive zu ermöglichen, breit, damit es nicht so wackelt und mit einer Reihe von acht hintereinander stehenden Drehstühlen in Bootslängsachse versehen, die jeweils mit kardanisch aufgehängten Drei-Achsen-Gimbals ausgestattet sind. Das ist ein supertolles System mit dem man sich in alle Richtungen drehen kann und keinem in die Quere kommt. 

Ansonsten fällt mir zum Chobe Nationalpark ein, dass er sehr touristisch ist. Eine Unmenge an mit Touristen vollgestopften Fahrzeugen ist dort unterwegs. Irgendwie haben deren neidische Blicke uns richtig Leid getan. Wir sind diesem Pulk immer sehr schnell in den Weiten des Parks entkommen und waren dann überwiegend für uns allein.

Aber auch auf den Booten ging es anders zu. Und auch auf dem Chobe-River ist stellenweise Gewimmel.


Das Interessante am Chobe Nationalpark und dem Chobe-River sind die Vielzahl von Büffeln, Elefanten und Hippos. Viel Wasser, viel saftiges Gras. Alles andere ist eher überschaubar. Auf den Vormittagstouren sind denn auch Büffel unsere Hauptmodels. Ich finde ihre Gesichter sehr ausdrucksstark, wenngleich sie schauen immer etwas ......... hm, dämlich? drein. Anders als Gnus, die schauen weise. 

Aber dennoch, auch ein paar interessante Begegnungen mit Affen, Vögeln und Giraffen sind dabei.


Adler, Ground Hornbill, Klunkerkranich, Sattelstorch, Sporngans und der Nimmersattstorch fühlen sich am Wasser äußerst wohl.


Diese Typen dürfen auch nicht fehlen: Geier.